Nachdem ich das letzte Wochenende zusammen mit einer Teamkollegin trainingsbedingt in Inzell verbrachte, freute ich mich auf die letzten, aber auch entscheidenden Rennen dieser Saison.

Bereits am Mittwochabend reisten wir mit dem Verbandsbus nach Inzell. So konnten wir uns am Donnerstag in Ruhe ans Eis gewöhnen und nochmals wichtige Routinen abhalten bevor dann am Freitagnachmittag die Rennen begannen.

Als erstes stand für mich das 1000m Rennen an. Mit der Zeit von 1.23.20 war ich zufrieden, da diese nur 0.21 über meiner persönlichen Bestzeit liegt. Auch den anschliessenden 500m Lauf in der Zeit von 42.25 (persönliche Bestzeit 42.06) erfüllte meine Erwartungen. Ich war also bereit für den grossen Tag morgen.

Und dann kam der Samstag! Minutiös absolvierte ich die Vorbereitung auf DAS RENNEN. Ich war bereit, heute etwas Besonderes zu leisten. Am Start fühlte ich mich erstaunlich locker, ich wusste klar was ich wollte und was zu tun ist „Einfach nicht aus der Ruhe bringen“, sagte ich mir. Runde für Runde kämpfte ich um die konstanten und dennoch schnellen Rundenzeiten, versuchte meinem Paar zu folgen und vertraute auf die antreibenden Worte meines Coaches Timo Järvinen. Und da war die Belohnung für all die harten Stunden, Geduld und Selbstdisziplin, die Zeit blieb bei 4.27.53 stehen.

Geschafft, ein Startplatz für den Elite Weltcup. Gratulationen kamen von allen Seiten, Teamkollegen, Konkurrenz, Freunde und Bekannten. Es war so erlösend.

Am nächsten und offiziell letzen Tag meiner Saison stand für mich das 1500m Rennen an. Irgendwie lief es nicht wie am Vortag was auch die Zeit von 2.10.40 zeigte, (rund 3 Sek. über der Persönlichen Bestzeit 2.07.34). Die Kräfte habe ich wohl alle bereits am Vortag ausgegeben. Leicht enttäuscht aber immer noch berauscht von den gestrigen Glücksgefühlen ging es dann auch schon wieder nach Hause und in die verdiente Saisonpause.

Bericht vom Schweizer Eislauf Verband SEV

Titelbild © DESGphoto / L. Hagen